Last dog „standing“

Der Sonntag nach der Zeitumstellung. Herbst, viel Laub, leicht sonnig. War ja klar, dass Milan Besuch von seinem Frauchen kriegt. Die kam zwar recht spät, weil sie nicht aufm dem Zaun hatte, dass die Sonne auch eine Stunde früher untergeht und sich nicht an die geschenkte Stunde hält, für einen Waldspaziergang hat es dann aber doch noch gereicht.

Wieder zu hause beim Papa auf der warmen Couch erzählt selbiger mir, dem Frauchen, dass Opa Pawellek angerufen hat. Oha. Das heißt nix Gutes. Denn nach alter Heidestraßen-Manier ruft man natürlich nur an, wenn etwas ganz fürchterlich ist.

Ich erinnere mich beispielsweise, dass Opa Pawellek angerufen hat, immer wenn Papa im Krankenhaus war. Er hätte wahrscheinlich auch angerufen, wenn er selbst ins Krankenhaus gekommen wäre. Das scheint aber bislang nicht der Fall gewesen zu sein.

„Lebt der Milan etwa immer noch“, hat er gefragt, der Opa Pawellek-rhetorisch. Denn Opa Pawellek wohnt zwei Häuser weiter, die beiden werden sich wohl mal beim Müllrausbringen und Blockumrunden über den Weg gelaufen sein. So hatte Opa Pawellek nicht die eigentliche Frage im Sinn, als viel mehr auf dem Herzen, dass er seine Lisa hatte in der letzten Woche einschläfern lassen müssen. Warum ruft man deswegen Hundehalter an, um ihnen das zu erzählen? Weil sie was gemeinsam haben und man so hofft auch das Leid zu teilen. Lisa war ein zotteliges, helles Mischlingsmädchen mit starker Mitte. Ihr Geburtstag ist der 25.10.2016 und damit ist sie genau eine Woche jünger als Milan, der am 18.10.2000 seine Stadtlohner Pappkiste bezog, um dann am 21.12.2000 endgültig ins Ruhrgebiet überzusiedeln. (Hier später mehr dazu).

Und wie die beiden Köterchen da so knapp 16 Jahre fast Haus an Haus nebeneinanderher lebten, gleichsam ihre Halter, so kannten sie einander. Jetzt ist Milan der last dog „standing“. Nach ihm nur die Jungspunde, die ihn überholen, wenn er auf wackeligen Schenkeln sein Abendründchen dreht. Lisa hat ihren letzten Weg gemacht. Wie so viele Hundefreunde auf Milans Reise, die inzwischen das zeitliche gesegnet haben. Hoch die Tatze, kleines Fräulein und eine gute Reise.

So viel schwere Kost war das gestern, da mussten wir (Milan und ich) doch gleich das geplante BeefStick-Tasting vorziehen. Das Ergebnis mag kaum überraschen. (Dazu könnt ihr hier später mehr lesen). Am Ende wurde alles gut, wie immer. #Sonntagshund

 

All Hallows‘ Eve, der Abend vor Allerheiligen

…auch Milan lehrt Euch das Gruseln. Wer heute bei ihm anklingelt, wird gnadenlos überhört. img_0567Wer allerdings ein bisschen Leberwurst abzugeben hat, ist jederzeit herzlich willkommen.

Milan muss heute Abend leider ohne sein Frauchen um die Häuser ziehen. (Dafür war er gestern schon dran, aber dazu hier (Verlinkung folgt) mehr.) Auch besagte Ausgehbegleitung folgt dem neuen Brauch, verkleidet sich und trinkt/isst, umgeben von Kaufhaus-Grusel und nennt das Halloween. Früher hieß das Reformationstag, spooky war das auch. Aber wenigstens kam man ohne ein Kostüm aus. Heute herrscht aber „Kostümpflicht“, Frauchen fügt sich für den allerbesten Gastgeber, das vegane Café Krümelküche in Duisburg Hochfeld. Nur gut, dass Milan sie so nicht sehen muss.

Der hat es zwar auch überhaupt nicht mit Verkleidungen, aber eine kleine Fleisch-Prinzessin ist er trotzdem manchmal.

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Welthundetag

Die Welt ist voller Hunde – die meisten werden geliebt, viele haben ein Herrchen und/oder Frauchen.

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Sie liegen gerade auf Ihren Decken, auf einer Couch, im Bett. Werden gestreichelt, gefüttert, ausgeführt. Ausgerechnet der #weltbesteMilan ist heute eine halbe Ewigkeit entfernt von mir, sein Hundebett steht in Bochum, sein Frauchen sitzt in Berlin (fest). Das brennt ein wenig im Herzen.

Gestern ist mir eingefallen, dass ich in unser gemeinsamen Anfangszeit in den Jahren 2000-2001 abends vor dem Schlafen gehen oder wenn ich mal das Haus ohne Hund verlassen musste, ein Küsschen auf jedes flauschige Milankörperteil gedrückt habe. Von Kopf bis Fuß. Aus der Ferne knutsch ich Dich – von Kopf bis Fuß!
Aus der Ferne verspreche ich Dir ein Eis (was Dir sicher besser gefällt als die nervige Knutscherei). Auch zwei, drei oder eine Millionen Beefsticks, weil #beefstickgehtimmer.